1039
11.
Peraine

Lieder-Pedda (Vers 1)

Ein Auszug aus der bornländischen Lieder-Pedda, der berühmten Sagensammlung.


Kommet näher meine Kinder, kommet näher und lauschet meiner Erzählung. Höret die Geschichten großer Helden der alten Zeit und tragt sie fest und stolz im Herzen.

Es war einst die große Stadt Norburg, in der die Legende ihren Anfang nimmt. Es geschah, dass ein hinterlistiger Angriff Zorn und Aufruhr mit sich brachte und die Adelsmarschallin Nadjescha von Leuenfurten gezwungen war einzuschreiten.
In ihrer Verzweiflung ob der bösartigen Tat wandte sie sich an die einzigen heldenhaften Gestalten, die ihrer bekannt waren. Diese hatten dem Bornland und seinen Einwohner bereits große Dienste erwiesen und willigten sofort ein, den Göttern in der Gestaltung der Welt erneut von Nutzen zu sein.

Diese Helden waren eine Gruppe von Freunden, die schon einige Abenteuer erlebt. Darunter Kolja, das gewitzte Kind des Waldes, dessen Bogen nie sein Ziel verfehlte. Der stille aber starke Bolgar, der die Kraft von 5 Männern besaß und jeden Ort auf der Welt bereist hatte. Der mächtige Zeran, Sohn einer weit entfernten Stadt, Herr über unglaubliche magische
Mächte. Thorald der Steinerne, der die Natur vor Unheil schützte, begleitet von seinem klugen Hund Gromm, dessen Nase auch die kleinste Spur fand. Und natürlich der listige Innuendo, dessen Mantel die Schatten selbst waren.

Diesen allseits bekannten Helden war es nun zur Aufgabe gemacht, die Freunde und Vertrauten der weisen Adelsmarschschallin Nadjescha zusammenzubringen, auf dass ein Zug gestartet werde, der das Bornland zusammenbringe.
Den Helde fehlte es nicht an geistiger Stärke und so sahen sie schnell, dass magische Unterstutzung vonnöten war. Sie wandten sich gen Süden, wo sie die weise Heilerin Bisminka in ihrer Heimat aufsuchten. Die gelehrte Frau sagte sogleich ihre Hilfe zu, hatten ihr die mutigen Helden doch bei einem vorherigen Abenteuer vortreffliche Hilfe geleistet. Auch war bei diesem Gespräch der Magister Wippflägler anwesend, der sich sogleich bereit erklärte, seinen alten Gefährten beizustehen.
Es fiel Innuendo zu, einige Hexen des Waldes für den Zug zu gewinnen, trotz der dunklen Geschichten über heidnische Pakte und jene, die sie eingingen.

Wührend dieser Ereignisse zog der tapfere Kolja allein von dannen und wandte sich an eine mächtige Kriegerin, genannt Leudara von Firunen. Der starken Heldin war der Kampf nicht fad und sie willigte ein, aber nur, sollte ein treuer Gefährte sie begleiten dürfen.

Die Reise führte unsere Helden weiter und sie erreichten die Heimstatt einer wohlhabenden Familie von Händlern, deren Reichtum landauf landab in aller Munde war. Dort wollten die Helden das nötige Gold für ihre Unternehmung gewinnen. Es erforderte einiges an Überredungskunst, aber ihre Ausdauer sollte sich letztendlich bezahlt machen.

Es galt nun, tapfere Recken für die Reise zu rekrutieren. Die Adelsmarschallin Nadjescha hatte zugesagt, ihre fähigsten Krieger in die Schlacht zu führen, doch war ihre Zahl gering. Die Helden reisten weit, kreuz und quer auf der Suche nach Freiwilligen, doch seit dem letzten Kriege waren die Zahlen der fähigen Krieger geschwunden. Es gelang ihnen aber, einige kleine aber nahmhafte Gruppen an fähigen Kriegern für das Vorhaben zu gewinnen.

Auch gewannen sie die Unterstützung des resoluten Abtbarons Jedomir von Korswand, der anbot, seine übernatürlichen Kräfte zum Schutz der Reisenden einzusetzen.

Auch der listige Innuendo begab sich auf die Suche nach ungewöhnlichen Verbindungen. Er unterzog sich einer Reihe von Herausforderungen, die er bestand und erhielt als Belohnung ein beträchtliches Vermögen.

Die Freunde waren gefunden, das Unternehmen finanziert, ob die Helden auf ihrer Reise Erfolg haben sollten, erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Erstellt von Benjamin
Zur Übersicht