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21.
Efferd

Die Vorbereitungen - ein Tag bis zu den Verhandlungen

Morgens

Nachdem Chaos der letzten Tage geht es heute weitestgehend geordnet zu. Avessandra koordiniert die Vorbereitungen für die Verhandlungen. Bolga und Kolja erweitern, unter Mithilfe zahlreicher anderer, routiniert das Floss von 3 x 2 Schritt auf 6 x 6 Schritt und Avessandra schafft Tische und Bänke für die Teilnehmer heran. Am Ende werden 3 Tische auf dem Floss zusammengestellt auf der Längsseite jeweils eine Bank aufgestellt; eine für die Mummen der Norbadensippen und eine für die Vertreter Festums (Hauptman Timpski, Zunftmeister Ertzel Unterkammt und Prinz Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje). Hinter den Bänken jeweils drei Schemmel für die Adjuntant, darunter auch unser Innuendo. An der Kopfseite wird ein großer fellbeckter Stuhl für die Richterin Leudara von Firunen aufgestellt. Zudem wird ein improvisiertes Dach über das Floss gespannt und vier Feuerschalen für etwas Wärme aufgestellt. Das Floss wird ca. 3 – 4 m aufs Eis geschoben und mit 2 Tauen am Ufer befestigt.

Mittags

Die Aufbau arbeiten sind abgeschlossen und den Verhandlungen am nächsten Tag steht nichts mehr im Wege. Es werden Wachen für das Floss eingeteilt, damit keiner daran rumspielt und die Verhandlungen unnötig erschwert.

Also Innuendo und Avessandra am späten Nachmittag Wachen halten, schwingt Rudjew von Arkauen, unterstützt von Jadwine einer Ritterin aus Jaroslaws Gefolge, mal wieder sein Reden, die immer mehr Anklang im Lager finden. „Die Norbarden und Goblins sind böse. Landloses Pack. Es herrscht kein Anstand mehr im Land. Bei den Theaterrittern hätte so etwas nicht gegeben“, usw.. Bolga argumentiert gegen Rudjew, findet aber bei Ihm und bei der Menge wenig Gehör und schließlich fordert er Rudjew zum Duell mit der Axt. Seinem Wunsch, dass Duell bis zum Tod zu führen, widerspricht allerdings Leudara, die als Richterin fungieren wird, und so wird es nur bis zum 2ten Blut ausgefochten. Der Duellplatz füllt sich schnell mit Leuten und das Duell beginnt. Nach kurzem Abtasten muss Bolga doch recht schnell 2 Schläge von Rudjew einstecken ohne ihn einmal getroffen zu haben und so endet das Duell mit Sieg Rudjew. Ehrenhaft entschuldigt sich Bolga und Jaroslaw hebt für diesen Abend das Alkoholverbot.

Abends

Gegen Abend übernimmt Meerwulf die Wache am Floss und Innuendo und Avessandra schlendern durchs Lager und Innuendo fällt ein ausgesprochen hübsche, bornländisch aussehende Frau in südländischer Kleidung auf, die heute morgen beim Floss bauen viele sehr gute Ratschläge erteilt hat. [Die nachfolgende Situation kriegen nur Innuendo und Avessandra mit; Anfang] Kurzer Hand spricht er sie und fragt, ob sie uns nicht helfen will. Während Innuendo kaum ein Wort rauskriegt und das meiste seiner Schlagfertigkeit irgendwie in den Niederungen seiner Lenden verloren gegangen ist, probiert sich Avessandra mit der schwarzen Katzen der Schönen anzufreunden, was nicht ganz gelingt, aber auch nicht ganz scheitert. Frinja Larinow aus Neersand, so heißt die Damen, die Innuendo wohl irgendwoher kennt, willigt schließlich für uns die Ohren offen zu halten. Dafür schuldet Innuendo ihr allerdings einen Gefallen bzw. er muss eine Aufgabe ohne Nachfragen für sie erledigen (oder so ähnlich). [Ende]

Am Lagerfeuer von Rudjew von Arauken ist die Stimmung prächtig und dieser erzählt einige Legende der Theaterritter. Damit Meerwulf diesen lauschen kann, über Avessandra, gutmütig, wie sie ist, seine Wache. Und so erzählt Rudjew:

„Nach der glorreichen Schlacht und dem Sieg gegen die Kunga Suula, kehrt in der strahlenden Burg Pilkamm, dem Hauptsitz der Theaterritter, Langeweile ein. Der Gegner war geschlagen und es herrschte Frieden im Land. Ohne Aufgaben und Kampf, gaben sich die Bewohner immer mehr der Dekadenz hin [Rudjew spukt auf den Boden], allen voran der Adelsmarschall Gerbald. Und eines Tages erschien es Gerbald eine gute Idee, einen Händler auszuschicken, um ihm das Wertvollste was er finden konnte zu besorgen. Etliche Mond später kehrt der Händler mit einer Schiffsladung voll Reis zurück, die eine ganze Stadt ein Jahr hätte ernähren können. In seiner Dekadenz und Selbstzufriedenheit erkannt der Marschall diesen Wert aber nicht und ließ die ganze Ladung ins Meer kippen. Erzürnt über diese Verdorbenheit ließ Peraine den Reis keimen und der Hafen von Pilkamm verlandet. Auch die große Moose (ein Sumpfgebiet) schien plötzlich zu wachsen, Dämme brachen, Handelswege wurden blockiert und schließlich war so gar Pilkamm selbst bedroht. Und so war Gerbald schließlich gezwungen diese einst so stolze Burg aufzugeben und nach Festum zu ziehen. Der Wagenzug mit ihm, seinen Vertrauen und all seinen Schätze erreichte Festum allerdings nie. Man sagt, der Sumpf habe sie verschlungen...„ (frei nacherzählt aus meinen Notizen)

 

Die Nacht verläuft sonst ohne besondere Vorkommnisse.

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