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9.
Peraine

Die Rache der Zwerge

Der Tag beginnt schleppend, die großen Entdeckungen des vergangenen Abends lassen sich nicht fortsetzen. Die Befragung des erledigten und um einige Zähne ärmeren Traving Salderkimt ergibt, dass er das teuflische Getränk angeblich von einem Alrik erhielt. Das ist natürlich eine Sackgasse, noch gewöhnlicher wäre sein Name nur, wenn er mit Pedarson endete. Und er sich eine Katze namens Findus zulegen würde. Aber egal.

Etwas enttäuscht machen sich die Helden auf, der Aufnahme einer Ritterin in den Orden der Jagd beizuwohnen. Ein derartiges Ereignis wird ihnen sicher erlauben, etwas zu entspannen und einmal ihre Sorgen und Nöte um die Angelegenheiten des Korsmalbundes zur Seite zu schieben. Eine schöne Gelegenheit, mal nicht an die Arbeit zu denken.

Und tatsächlich haben die Feierlichkeiten eine beruhigende, beinahe schon einschläfernde Wirkung, auch wenn die Gute-Nacht-Predigt etwas lang ausfällt. Doch dann ist endlich der Zeitpunkt gekommen, zu dem Gudanja Tibsen sich auf das Podest begeben darf, vorbei an den Überresten des von ihr erlegten Drachen, die mindestens einen Abenteurer ausgesprochen neidisch machen.
Natürlich lässt Wahnfried von Ask ihr höchste Ehren zuteilwerden, bevor er seine Faust plötzlich ballt und beginnt, wild um sich zu schlagen. Die diversen Würdenträger folgen sofort seinem Beispiel, wobei gerade die bewaffneten Adeligen schon nach wenigen Sekunden ein fürchterliches Blutbad anrichten.


Auch Zeran spürt den Einfluss einer fremden Macht, die ihn lockt und dazu verleiten will, Kolja etwas anzutun. Er schafft es aber mit erheblicher Anstrengung diesen Drang zur Seite zu schieben und wird erst jetzt des rythmischen Trommelklangs gewahr, der in diesem Moment sein Ende findet. Von Kolja auf die Gefahr hingewiesen, wirkt er sofort einen vernichtenden Zauber auf das Musikinstrument, der es in Asche verwandelt, aber es scheint keine Auswirkung auf die Kämpfenden zu haben. Geistesgegenwärtig wendet er sich dem Praiosgeweihten Jedomir von Korswand zu, der wie erstarrt wirkt und herrscht ihn an, gefälligst seine praiosgegebene Macht einzusetzen. Der macht sich sofort auf den Weg, mitten in den Pulk der Kämpfenden, wird aber von Kolja geistesgegenwärtig beschützt. Tatsächlich gelingt es dem Abt, den Bann zu brechen und die Verzauberten verhalten sich wieder normal. Doch die Erlösung kommt zu spät, einer der Niedergestreckten ist Wahnfried von Ask.

In der Zwischenzeit sind auch Innuendo und Thorald nicht untätig. Ersterer bemerkt dank seines scharfen Auges, wie sich jemand mit dem Schild der Rondragabund von Ridamehr aus dem Staub macht. Der flinke Dieb krallt sich den Zwerg und macht sich an die Verfolgung. Beide kassieren einige Hiebe, als sie sich durch den Pulk der Verzauberten wühlen, setzen die Verfolgungsjagd aber unbeirrbar fort. Der Flüchtige verschwindet ins Gewirr der Gassen und schafft es recht schnell, seinen Gegenpart auf der guten Seite abzuhängen. Doch der körperlich gestählte Akquisitionsexperte der Gruppe setzt ihm wie der Arnold Schwarzenegger des 100m Sprints nach. Tatsächlich ist der Halunke kurz darauf eingeholt und es entbrennt ein kurzer Schlagabtausch zwischen den beiden Dieben.


Es stellt sich heraus, dass der unfreundlichere der beiden, ein rotbärtiger Zwerg, zwar nicht so gut laufen aber dafür sehr gut zuschlagen kann. Innuendo schafft es geschickt, einigen Angriffen auszuweichen, ist aber erschöpft und wird schließlich mit einem üblen Treffer zu Boden geschickt.
Kurze Zeit darauf trifft Kolja mit Thorir im Schlepptau an der Stelle ein und der gelehrte Geode beginnt sofort mit der Wundversorgung.
Sein Hund wiederum unterstützt Kolja bei der Spurensuche und führt ihn schließlich zu einem stattlichen Haus, dass sich dank des Wappens als eines derer zu Ilmenstein entpuppt.
Der Waldläufer befiehlt dem Hund Wache zu halten und macht sich auf den Weg zum Stadtplatz.
Dort sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange, vor allem Nadjescha von Leufurten sticht heraus und zeigt ihre Führungsqualitäten.
Zeran zeigt sich erneut geistesgegenwärtig und befiehlt Alriksei, die norbardische Kopie der Karte zu bewachen.

Alsbald wird auch ein Trupp zusammengestellt, der sich zum Haus derer von Ilmenstein begibt. Nadjescha selbst leitet die Untersuchung, die das ganze Gebäude auf den Kopf stellt. Leider scheint das Rotkehlchen ausgeflogen zu sein und auch sonst finden sich höchstens Indizien. Die Adelsmarschallin ist ausgesprochen aufgebracht und arrangiert ein Treffen in ihrer Festung, in welchem die Abenteurer sicher ihren Zorn zu spüren bekommen. Mit derart rosigen Ausichten begeben sich die Helden betreten in Richtung des Norbardenlagers.

Erstellt von Benjamin
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