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Peraine

Alter schützt vor Missgunst nicht

Das Bardentreffen in Norburg ist in vollem Gange und die Helden treffen vielerlei bunte Gestalten und anderes Volk. So kann zum Beispiel Kolja eine Straßenkünstlerin bewundern, die herzhaft einige Geschichten zum Besten gibt. Derselben Tätigkeit geht auch Lugwin mit einer Intensität nach, die ihm nicht erlaubt bei den anstehenden Ereignissen Zeuge zu sein.


Die Helden beschließen, ihre Zeit zu nutzen und kaufen Karten für eine Vorstellung des, angeblich sehr bekannten, Hanig von Hundhofen.
Auch andere Personen folgen ihrem merkantilistischen Trieb und die Abenteurer können Bisminka sehen und versuchen prompt, mit iher Hilfe Zeran mit einer ihrer Studentinnen zu verkuppeln.
In der Magierakademie angekommen, soll mit der Auswahl geeigneter Kandidatinnen begonnen werden, doch die Erste die eintritt, lässt wenig Hoffnung auf eine geeignete Partnerin für den eigensinnigen Magier zu.
Weder die reisefeste, stabile Kleidung, noch der schwarze Vollbart passen zu Zerans Persönlichkeitsprofil. Erwähnenswert ist sicher auch, dass es sich bei dem eintretenden um einen männlichen Zwerg handelt. Thorald Eisenlin nennt er sich und stellt auch seinen Hund Gromm vor.

Angeblich sei er hier weil er sich, noch unzwergischer als Bolgar, für die Vorgänge an der Oberfläche interessiere, die Ereignisse um das Erwachen des Landes im Speziellen.
Schnell schließt er sich der Gruppe an, in der der Dieb somit nach wie vor noch der gewöhnlichste Charakter bleibt.

Nachdem mit ihrem neuen Freund Bekanntschaft geschlossen wurde, gehen Kolja, Innuendo und Zeran eine Wahrsagerin besuchen, die in der Stadt ihre Zelte aufgeschlagen hat. Besagte Zelte sind mit allerlei mystischen Symbolen bedruckt, die aber weniger laienhaft, sondern eher als Verhöhnung selbst magischer Betrachter gedacht sind.
Im Inneren stellt sich heraus, dass Koljas Lebenslinie kurz ist und sein schwarzes Auge halb geschlossen. Mit den zutreffenden Aussagen über seine Vergangenheit wirken die anschließenden Prophezeiungen von Tod, Krieg und Verderben ausgesprochen beunruhigend. Die Wahrsagerin, die unter dem Namen Levita Moralas agiert, teilt ihm folgende Worte mit: Verrat, Trommelschlagen, langer Weg, edles Blut, Kampf, gewaltiger Felsen, Donnergrollen, Drachen, Weg nach Süden, alter Mann führt Volk, Gesang, Morde, Krieg den es zu verhindern gilt, eine große Zukunft oder gar keine, Osten, ein roter Hummer auf weißem Grund.

Nach dieser kryptischen und aufgrund ihrer offensichtlichen Wahrheit sehr beunruhigenden Aussage, verlassen die Abenteurer wieder die Behausung. Nur Innuendo kehrt noch einmal zurück, da Zeran ihm aber zuvor ein magieunterdrückendes Getränk unter falschen Behauptungen gab, ist es aber unmöglich bei ihm die Zukunft zu lesen. Er wird wieder weggeschickt und die weise Wahrsagerin warnt Zeran mit einem wirkungsvollen Werk der Hexenkraft vor weiteren Wunderlichkeiten. Ein übler Gerucht nistete sich in seiner Nase ein, der nicht gewillt scheint, so bald wieder auszuziehen.

Wahrend Zeran seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht und sich Feinde in seiner eigenen Profession macht, findet Kolja bei einem Besuch im Rhondratempel heraus, dass das genannte Wappen zum Haus von Hummergarben gehörte, das die Adelsmarschallin Jadwiege hervorgebracht hatte, die Nachfahrin von Gerbald von Ruckenau.

Am Abend geht es dann schließlich mit den Vergnügungen weiter. Bei der Vorstellung des Herrn von Hundhufen taucht überraschenderweise auch sein Rivale auf, Ulrik Jessow, aber entgegen den Erwartungen scheinen sich die beiden sehr freundschaftlich zu unterhalten. Die Vorstellung selbst sollte später im Aventurischen Boten folgende Kritik erhalten:,&Langwierige Erzählung eines Künstlers mit unvorteilhaftem Namen.&
Anschließend wird die Vorstellung des rollenden Donners besucht, eine hübsch gestaltete Show mit Trommeln und Feuer.
Am Ende kann Kolja ein komisches Geräusch aus einer Seitengasse vernehmen, entscheidet sich aber dagegen, dem Plothook zu folgen, dieser dubiosen Situation nachzugehen.

Das hält nicht allzu lange an, ​​​​​​nachdem plötzlich spitze Schreie aus eben jener Gasse zu vernehmen sind, begibt er sich doch dorthin. Wenigstens ist er in Begleitung seiner Gefährten. Vor ihnen liegt ein vertrautes Gesicht, Ulrik Jessow scheint einen über den Durst getrunken zu haben. Die Mädchen, die ihn anscheinend begleitet und gefunden haben, behaupten aber, das er kaum etwas getrunken hatte. Der Transport des Ohnmächtigen zur Magierakademie und eine toxikologische Untersuchung von ihm und dem Trinkschlauch ergibt, dass sich im Getränk eine gefährliche Substanz befunden haben muss. Bolgar, der es gewohnt ist sich tagtäglich zu vergiften, probiert ein bisschen. Obwohl es einen eigenartigen Geschmack hat und auch im Abgang eine fruchtige, eisenartige Note hinterlässt, kann er es nicht in seine sonstigen Getränke einordnen. Deshalb führt Zeran eine umständliche alchemistische Analyse durch. Zwischendurch schluckt er noch eine getrocknete Kröte hinunter um so seinen Fluch loszuwerden.


Am Ende des Vorgangs hält er schließlich eine Phiole mit einem konzentrierten Stoff in den Händen, den Bisminka als Korssamen zu erkennen glaubt. Laut einem Gespräch, dass sie vor einer Weile mit einem jungen Herrn von Hollarin führte, der anscheinend bei den Ereignissen um die Blutklippe das Vergnügen mit einem ähnlichen Gesöff hatte, ist sie sich bei der Identifikation ausgesprochen sicher.
Eine derartige Neuigkeit muss natürlich erst einmal verdaut werden, doch ist ungewiss ob die Helden bis zu ihrem morgigen Treffen mit der Adelsmarschallin dafür Zeit haben.

Erstellt von Benjamin
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