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25.
Phex

Warten auf Nadjescha

Leider ist Norburg als Stadt schnell erkundet und die Mitglieder der Gruppe, die ein altes, staubiges Buch hauptsächlich als nützlichen Brandbeschleuniger betrachten, beginnen, sich zu langweilen. Deshalb entschließen Innuendo, Kolja und Lugwin, sich auch einmal die Umgebung anzusehen, mit Fokus auf die ehemalige Theaterritter-Burg, die in der Nähe liegt.

Auf der Reise dorthin begegnet ihnen noch einmal eine wichtige Persönlichkeit, mit einem sehr einflussreichen aber schwer zu merkenden Namen. Dieser Adelige reist ebenfalls in Richtung Bardenteffen und hat ein wichtiges Brett dabei.

Kurz drauf erreichen die Abenteurer die alte Festungsruine. Dort werden sie aber von einigen Wachen abgefangen, die ihnen nach gutem Zureden und etwas Schmiergeld eine unenthusiastische Führung geben.

Von den Fremdenführern wider Willen eher unbeeindruckt, entschließen sich die Besucher dazu, sich selbst im Komplex umzusehen. Natürlich wird dazu bis zur Nacht gewartet.

Die Abenteurer steigen durch eine alte Mühle ein, ein Tipp den sie von einem Anwohner bekamen und haben dort mit einigen Widrigkeiten zu tun. Von Müllbergen bis hin zu simplen Fallen gibt es einige Hindernisse, aber nichts kann die determinierten Pseudo-Archäologen aufhalten.

Sie erreichen schließlich ein Gewirr an Gängen, das nach und nach erkundet wird. Während die meisten sich logischerweise als uninteressant herausstellen, erreichen die Helden schließlich einen großen, runden Raum, in dessen Mitte sich einige Kisten befinden. Diese werden möglichst heimlich aufgebrochen.


Direkt nach der Öffnung der Kisten werden sie auch schon wieder versiegelt. Das Interesse am Inhalt hält sich in Grenzen, vor allem, da die Nacht schon weit fortgeschritten ist. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Helden auf den Rückweg machen. Sie werden kurz aufgehalten, als sie vor sich einige der Wachen bemerken, die den Unschuldsmienen am Vortag offenbar nicht aufgesessen sind. Doch die beiden verschwinden auch recht schnell wieder und selbst die Blockade aus Gerümpel, die sie vor dem Eingang aufgeschichtet haben, stellt kein großes Hindernis dar.

Zurück in der Stadt legen sich die Abenteurer erst einmal zur Ruhe, bis sie einige Stunden später von Zeran geweckt werden. Der hatte an dem kurzen Ausflug nicht teilgenommen und sich stattdessen mit seinen Studien beschäftigt. So hatte er Gelegenheit, sich mit einigen korkritischen Teilen in der Bevölkerung auseinanderzusetzen, von denen einer sogar die Theorie äußerte, der angepriesene Alveranier des Kors sei möglicherweise nur eine Erfindung der Korverehrer.
Außerdem lernt er einige der Novizen und Magister der hier ansässigen Akademie kennen. Begegnen sie sich zuerst auf dem falschen Fuß, stellt sich doch recht schnell eine vertraute, beinahe ehrfürchtige Atmosphäre gegenüber dem Magister aus Punin ein, berichtet er doch freimütig von den Erlebnissen seiner jüngsten Vergangenheit.

Als der Magier also am folgenden Tag seine übermüdeten Freunde weckt, gibt es erst einmal schlechte Neuigkeiten. Die Adelsmarschallin befindet sich auf einem Jagdausflug mit Wahnfried von Ask und soll erst in einigen Tagen zurückkehren. Ein Treffen mit ihrem Stellvertreter, dem die Helden dank dem Einfluss von Zerans Status, ihrer Freundschaft zu Leudara und Koljas Namensähnlichkeit begegnen können, hat zumindest die Vereinbarung einer Audienz zur Folge, die aber auch erst in einigen Tagen stattfinden kann.
Die Zeit bis zum Beginn des heiß erwarteten Bardentreffens ist nur schwer totzuschlagen, aber letztendlich kommt der erwartete Tag dann doch.

Bevor die Festlichkeiten am nächsten Tag beginnen sollen, bietet sich noch die Gelegenheit, einige alte Bekannte wieder zu treffen. Die Norbardensippe der Jantareffs ist in der Stadt eingetroffen und die Helden verbringen einige Zeit mit ihnen. Ob beim Trinken mit Alriksei am späten Abend, dem Spielen mit der anspruchsvollen Nadja oder einem informativen Gespräch mit Fetanka.
Die Zibilja berichtet, dass es angeblich ein Norbarde mit Namen Amrun Nervalainen war, der Rondragabund half, die Schwerter des Nordens im Austausch für einen nicht genannten Preis zu verstecken. Sie zeigt den Helden eine, nicht sehr hilfreiche, Karte, die von Bolgar sofort kopiert wird. Sie erzählt auch von einem Traum einer ihrer Vorgängerinnen, nach dem diese von einem roten und einem schwarzen Löwenbaby zu einer Höhle geführt worden war.
Nachdem Zeran noch sein wahres Alter verrät, er ist 1019 geboren, wird der Abend mit Hilfe von Alriksei ordentlich begossen.

Erstellt von Benjamin
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