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3.
Phex

Schöne Scheine

Es ist immer ein besonderer Abend, wenn alte Schulden beglichen und neue gemacht werden.

Nachdem wir schnell einige Zimmer requiriert haben, darunter auch das überaus opulente Händlerzimmer für Zeran, kommt endlich der langersehnte Moment, in dem Alriksei uns unseren rechtmäßigen Lohn auszahlt.

Nach gewissenhafter Zählung (Alriksei ist Norbarde), kommen wir auf genau 235 Batzen, aufgeteilt auf 40 pro Kopf und 75 für mich. Na gut, technisch gesehen kann ich über 35 davon nicht frei verfügen, aber ich freue mich immer über das Gewicht von Geld in meinem Säckel.

Zusätzlich erhalten wir von Alriksei noch ein persönliches Geschenk, ein goldener Ring mit einem stilisierten Riesenkopf. Ich wollte ihm schon sagen, wie nett es ist, dass er die Jantareff-Sippe miteinbezieht, indem er die Kinder das Symbol zeichnen lässt, da meint er doch tatsächlich, dass der Goldschmied seinen Entwurf nicht weiter ausgearbeitet habe. Das wäre peinlich geworden.

Wir sind aber alle in Feierstimmung und lassen das auch sehen. Mehr als nur ein Flasche Alkohols findet an diesem Abend ihr Ende. Später zeigt sich Zeran sogar noch dazu bereit, uns einen seiner magischen Tricks zu zeigen. Ich bin natürlich sehr gespannt, haben wir auf unseren Reisen zusammen doch nur selten die Gelegenheit bekommen, ihn so richtig in Aktion zu sehen.

Zu meiner großen Enttäuschung passiert nichts, keine bunten Lichter und kein Feuerwerk. Vielleicht wirkt Alkohol wie ein Gegengift für Magie? Der Magier scheint auf jeden Fall peinlich berührt zu sein und wir entschließen uns, nicht weiter darauf herumzureiten sondern im Schankraum weiterzufeiern, während er oben bleibt und sein angeschlagenes Ego pflegt.

Dabei muss er sich nicht dafür schämen, ich habe gehört, dass es bei Männern ab einem gewissen Alter manchmal einfach nicht mehr so gut klappt.

Wir begießen den Abend mit einigen weiteren Flaschen vom Besten des Hauses, vor allem Alriksei langt ordentlich zu und schon bald sehe ich mich damit konfrontiert, dass ich mehr Zeit damit zubringe, ihn vom Trinken abzuhalten, anstatt selber ein paar Gläser runterzuschütten. Wenigstens hat Lugwin Spaß, der wieder einmal seine Muskeln spielen lässt. Zumindest die um seinen Kiefer herum. Er erzählt nämlich frei heraus von unseren Abenteuern u8nd scheint ziemlich überzeugend zu sein. Obwohl ihm natürlich zuerst Unglauben entgegenschlägt, kann er sich doch recht schnell einer gewissen, aufmerksamen Zuhörerschaft erfreuen.

Aber für heute Abend haben wir glaube ich alle genug und uns steht morgen die Rückreise nach Festum bevor. Da lege ich mich besser zur Ruhe. Wo ist eigentlich Alriksei hin? Ah, da drüb... woher hat er denn jetzt schon wieder eine neue Flasche!?

Der nächste Tag ist sehr ereignislos. Es wird ein Flusschiff organisiert, die sich von Flusspferden dahingehend unterscheiden, dass sie weniger Beine haben und natürlich werden auch die Vorräte aufgestockt. Kolja hat reichlich Zeit, sich mit Leudara über ihre Vergangenheit zu unterhalten und erfährt von diversen Visionen ihrerseits.

Die Rückreise nach Festum ist ereignislos und dauert drei Tage. Aber in der vertrauten Stadt angekommen, erwartet die Helden noch ein weiteres frohes Ereignis.

Gemeinsam wird das Handelshaus der Soljennows besucht und die Gruppe erhält ihren Lohn ausbezahlt, für ihre Hilfe bei der Alrikseischen Aktion. Jeder Abenteurer erhält einen Wechsel über 50 Dukaten, ein beträchtlicher Betrag, vor allem mit dem Anteil am Erlös des Eisenverkaufs.

Während Innuendo seine Kontakte in der Stadt aufsucht und sich auf den neuesten stand bringt, machen Lugwin und Zeran dasselbe mit Wippflügler. Der alte Magier, der die Gruppe zuletzt vor ihrem Zusammentreffen mit Alriksei gesehen hatte, ist absolut aus dem Häuschen, ob der Erlebnisse. Es scheint beinahe so, als wäre er selbst gerne dabei gewesen.

Langsam wendet sich sie Unterhaltung dann der Bedrohung durch den Korsmalbund zu und der Frage, nach deren Zielen und wie man sie vom Erreichen der selbigen stoppen kann.

Kurzerhand teleportiert Wipfi die Helden und sich per Narnia-Methode direkt in Koljas Wohn-/Schlaf-/Ess-/Sonstiges-Zimmer. Dort wird die Diskussion fortgeführt. Auch Olkos Schicksal wird Gegenstand des Gesprächs.

Alles in allem steht den Helden aber erstmal das Bardentreffen in (hier vor Hochladen den Namen der Stadt einfügen) bevor, auf das besonders Lugwin bereits sehr gespannt sein dürfte.

Erstellt von Benjamin
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Kommentare

Was sagte Hänsel, als seine Schwester das erste Mal die Unterkunft der Hexe sah? „Sie is(s)t aus dem Häuschen!“

Geschrieben von Benjamin am 21.06.2020 um 10:09