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20.
Tsa

Orkenspalter.de

Die Reise ist geplant, die Route festgelegt und alle Warnungen und weisen Ratschläge in den Wind geschlagen, aber es fehlt noch das Wichtigste. Ein Floß. Dieses muss mühsam von Hand gebaut werden, eine Aufgabe, die von Kolja, Innuendo, Bolgar und dem Adeligen übernommen wird.

Tatsächlich stellen sich die meisten ganz passabel an, aber beim Schleppen der schweren Stämme stellt sich heraus, dass Innuendo doch recht schnell außer Atem ist. Aufgrund dieser Anstrengung, die ja doch sehr erschöpfend ist, fehlt ihm beim anschließenden Zusammenknoten die Energie. ER wird kurzerhand vom Adeligen losgeschickt um Erfrischungen zu besorgen, eine Aufgabenverteilung, die allen besser zusagt.

Auch Lugwin und Zeran sind währenddessen nicht untätig. Zuerst besorgen sie alles was an Proviant für eine derartige Reise nötig ist und denken sogar daran, es in wasserdichte, geteerte Säcke verpacken zu lassen.

Der Geschichtenerzähler ist außerdem unzufrieden mit seiner bisherigen Leistung im Kampf etwas unzufrieden und begibt sich deshalb auf die Suche nach einigen Verbesserungen. Mehr durch Glück findet er im Ingerimmtempel eine nagelneue Lederrüstung, die ihm vom Vorsteher für einen angemessenen Preis überlassen wird. Teil des Sets ist auch eine ungewöhnliche Waffe, genannt „Zwei Lilien“, die aus einem Stab mit Klingen am Ende besteht und das, nunmehr deutlich martialischere Aussehen Lugwins, vervollständigt.

Während der Märchenonkel nach Kleidern shoppt, versucht Zeran sich einige Informationen zu beschaffen. Zu diesem Zweck besucht er seinen Magierkollegen, der vorher bereits bei den Ereignissen um das Turnier außerordentlich hilfreich war. Der kann auch mit einigen interessanten Anekdoten aufwarten. Vor allem warnt er vor den möglichen Gefahren des Waldes. Von Orks und Waldelfen, über Hexen bis hin zu Feen und sogar Biestingern kann dort alles Mögliche vertreten sein. Ganz besonders warnt er auch vor dem Riesen, der im Wald leben soll.

Auf Zerans Nachfrage hin, stattet er diesen noch mit einem Mittelchen aus, dass bei Einnahme resistenter gegen Magie macht. Bei zu viel Genuss des Mittelchens können die geistigen Funktionen zwar etwas nachlassen, der Zauberer aus Punin hält es aber für unwahrscheinlich, dass seine Gefährten sich darum Sorgen machen müssen.

Nachdem die Flöße am Abend endlich fertiggestellt sind, besucht Kolja noch die Zwerge, die vor den Toren lagern. Er tauscht sich mit ihnen aus und bekommt jede Menge Geschichten über Drachen zu hören, in denen sich auch einige nützliche Informationen für den Kampf gegen selbige befindn.

Am nächsten Morgen werden dann die Wassergefährte beladen und die Reise geht los, mit den besten Wünschen des Adeligen.

Zu Anfang ist auch noch alles sehr entspannt, aber nach gar nicht allzu langer Zeit, treffen unsere Helden schon auf das erste Problem. Sie kommen in einige Stromschnellen, die sie auf eine harte Probe stellen. Das erste Floß, gelenkt von Alriksei, mit der Hilfe von Lugwin und Innuendo, kommt sogar relativ gekonnt durch den Engpass. Aber das Zweite, gelenkt von Kolja, mit Zeran und Bolgar als Hilfe, hat weniger Glück.

Es wird herumgewirbelt und schließlich aufs Land getrieben. Zeran wird von dem Aufprall ins Wasser geschleudert, seine Kleidung saugt sich sofort voll und zieht ihn beinahe unter Wasser, aber Kolja reicht ihm eine Stakstange und dem Magister bleibt ein nasses Grab erspart.

Sofort nach der Rettung machen sich die Gefährten an die Ladungssicherung. Das Floß wird vertäut und die Eisenbarren, die sich losgerissen haben und überall verstreut sind, mühsam eingesammelt.

Unterdessen hat die Mannschaft des ersten Floßes nichts von den Schwierigkeiten ihrer Begleiter mitbekommen. Es dauert noch einige Minuten und etliche zurückgelegte Meter, bevor ihnen auffällt, dass der Fluss hinter ihnen erstaunlich leer ist. Sofort legen sie an und beschließen, erst einmal zu warten ob ihre Gefährten auftauchen.

Innuendo begibt sich ein bisschen in den Wald, um sicherzustellen, dass die unmittelbare Umgebung sicher ist. Er wird enttäuscht. Aus einiger Entfernung vernimmt er unangenehme Stimmen, in einer Sprache die ihm unbekannt ist. Nachdem er zu seinen Gefährten zurückkehrt und sich mit ihnen berät, stellen sie dank Lugwin fest, dass es sich um Orks handeln muss.

Die Gruppe aus vier Schwarzhäuten scheint flussaufwärts zu wandern, in die Richtung, in der wahrscheinlich die Gefährten mit dem Eisen sind. Es wird schnell die Entscheidung getroffen, hinterher zu marschieren. Entweder, um gegen die Orks vorgehen zu können oder um wenigstens die verschwundenen Kameraden zu unterstützen, sollte ihnen etwas zugestoßen sein.

Keine schlechte Entscheidung wie sich herausstellt. Die Orks bemerken die Mannschaft des zweiten Floßes, die bei den Aufräumarbeiten nicht gerade heimlich vorgehen und machen Anstalten, die unterlegene Gruppe anzugreifen.

Noch während sie sich aus dem Wald bewegen, trifft ein Wurfmesser aus Innuendos Hand einen der Orks, scheinbar aus dem Nichts. Verwirrt schaut dieser sich um, sieht Lugwinn, zieht in seinem Gehirn den einzigen logischen Schluss und haut nach dem Erzähler. Auch Alriksei muss einen Hieb einstecken. Während Ricarda sich im Hintergrund hält und anscheinend einen Zauber wirkt, verpasst Bolgar einem der Orks eine tiefe Wunde. Kolja versucht ebenfalls einen zu treffen, aber eine plötzliche Windböe bringt den Pfeil gerade genug von seiner Flugbahn ab, um in einem Baumstamm statt einem Orkschädel zu landen.

Ein weiterer Ork darf sich über ein Wurfmesser im Rücken freuen, als Innuendo die Kampfenden langsam umkreist. Der wirkt eher angepisst und wütend auf Alriksei ein, der sich den kraftvollen Schlägen nicht zu erwehren weiß. Kolja ist nicht erfreut von den Windbedingungen und zieht seinen Dolch, um sich den Kreaturen im Nahkampf zu stellen. Einer der Orks nutzt den Waffenwechsel, um dem Bogenschützen einen Schnitt zu verpassen. Direkt neben ihm schreit sein Gefährte auf, als Zerans vernichtender Zauber ihn und Teile seiner Rüstung mit magischer Gewalt zu Brei verarbeitet. Den Geist vom Schmerz vernebelt, begeht er den Fehler, sich mit Bolgar anzulegen, der ihm prompt eine weitere üble Verletzung zufügt.

Ein weiteres von Innuendos Wurfmessern landet in der Schulter eines Orks, der gerade im Begriff war, nach Lugwin zu schlagen. Der Hieb geht fehl und der Erzähler nutzt das Ungleichgewicht des Orks um ihm die Beine wegzuziehen und hart auf den Boden prallen zu lassen. Der Schwarzpelz neben ihm setzt weiterhin Alriksei zu, der bereits an mehreren Stellen blutet und nicht gut aussieht. Sofort nach dem Treffer muss er aber zurückweichen, als Ricarda ihm Säure buchstäblich ins Gesicht spuckt und die verzauberte Stange auf ihn einprügelt.

Der Ork, der eben noch am Boden lag, schafft es, durch eine Rolle einem Stich von Innuendo auszuweichen und benutzt das Bewegungsmoment, um aufzustehen. Der Dieb lässt sich die Gelegenheit aber nicht entgehen und trifft ihn bei einem weiteren Versuch. Auch Lugwin nutzt die günstige Situation und zeigt dem Gegner, dass er nicht nur Reden, sondern auch Waffen schwingen kann. Daneben gibt der erfolgreichste Ork Alriksei einen üblen Treffer mit, der ihn zu Boden gehen lässt. Außer sich springt Ricarda den Übeltäter an und beginnt, ihm das Gesicht zu zerkratzen. Ihre Fingernägel scheinen dabei mehr als doppelt so lang zu werden und reißen tiefe Furchen ins Gesicht.

Auf dem Floß stößt Kolja seinen Dolch an der Rüstung vorbei, in den Körper seines Gegenübers und geht vorsichtshalber einen Schritt zurück. Der Ork grunzt zuerst schmerzerfüllt und holt dann zum Gegenschlag aus, als einer von Zerans Zaubern ihn von der Seite trifft und Teile seines Körpers in roten Matsch verwandelt. Ein weiterer Ork, auch schon leicht taumelnd, haut nach Bolgar. Der fühlt sich persönlich angegriffen, schlägt zurück und gibt dem Gegner beinahe den Rest.

Der Zwerg setzt direkt nach und bring zu ende, was er angefangen hat. Der nächstbeste Ork hat ordentlich zu kämpfen und zu keuchen, als Kolja ihm erneut den Dolch tief in die Rippen stößt. Durch den Waldläufer an Ort und Stelle gehalten, entgeht er nicht Zerans, der ihn mit einem Kopftreffer seines Stabes bewusstlos zu Boden schickt.

Am Waldrand währenddessen kommt der Lebensfaden eines Orks zu Ende, als Innuendos Dolch sein Ziel trifft. Leider fällt die Leiche sehr ungünstig für Lugwin, der ihr ausweichen muss und dadurch den letzten Ork verfehlt. Dieser steht nicht mehr, ist aber noch am Leben, während eine kratzbürstige Ricarda die Reste seines Gesichts bearbeitet. Der verzauberte Stab erledigt den Rest und zermatscht, was vom Schädel noch übrig ist.

Außer sich über Alrikseis Zustand, versucht Ricarda sofort, ihn zu stabilisieren, aber ohne ihre Medizintasche fällt ihr das schwer. Glücklicherweise hat Lugwin noch einen Heiltrank dabei, der dem Schwerverwundeten eingeflößt wird. Damit steht es 0:2 zwischen dem Tod und Lugwin.

Auch die Wunden der Anderen werden versorgt, nachdem Alriksei wieder erwacht ist. Es wird ein Lager aufgeschlagen, da eine Weiterreise in derart angeschlagenem Zustand als zu gefährlich erscheint. Den Helden wird das Ausmaß der Gefahr bewusst, wenn sie dermaßen früh nach ihrem Aufbruch bereits beinahe einen Verlust zu beklagen haben. Aber sie wissen auch, dass Umkehren keine Option ist.

Erstellt von Benjamin
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