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Boron

Krieg und Frieden - Teil 2

Bereits den zweiten Tag in Folge geht es früh aus den Federn. Die Stimmung ist angespannt, alle sind nervös und es hilft nicht, dass die Söldner zuerst verschwunden scheinen, bis sie auf der anderen Straßenseite gefunden werden. Der Plan ist simpel. Salwinja wird auf dem Dorfplatz warten und die Aufmerksamkeit der Verbrecher auf sich ziehen. Sobald diese nahe genug sind, werden sie von beiden Seiten aus einer Gruppe von je drei Söldnern eingekesselt, während Bolgar ihnen aus dem Gasthaus heraus die Hölle heiß machen wird. Der Stall wird versperrt damit sie ihre Pferde nicht erreichen können.

Und dann geht es los. Die Räuber begeben sich auf den Vorplatz und werden natürlich von Salwinjas herrischer Art gereizt. Leider sind sie ausgesprochen vorsichtig und die erhoffte Überraschung gelingt nicht ganz. Es ist ihnen möglich eine Verteidigungsposition einzunehmen, bevor die Kräfte aufeinanderprallen. Selbst Salwinjas Lanzenangriff kann sie vorerst nicht auseinandertreiben. Lugwin kann nur knapp einen üblen Schlag parieren und wird von einem weiteren ebenso knapp verfehlt, doch die angeheuerten Söldner drängen seinen Angreifer zurück und verschaffen ihm Luft. Im Kampfeslärm der aufeinander krachenden Schwerter geht das Sausen mit dem Bolgars Bolzen durch die Luft fliegt völlig unter. Leider ist es schwer in der Masse der Körper ein bestimmtes Ziel zu treffen und er fliegt hindurch ohne jemanden zu treffen.

Anders als Salwinja, die einen der Ritter kurzerhand über den Haufen reitet. Das Knacken der Knochen unter den Hufen scheint seinen Kameraden aber nur wenig auszumachen. Während sie absteigt um die Gegner im Nahkampf aufzumischen, verteidigt sich Lugwin weiter erfolgreich und schafft es sogar seinem Gegner die Beine wegzuziehen, aber dieser kann sich aufrichten bevor die Söldner über ihm sind. Das Scheppern mit dem er landet verhindert, dass jemand mitbekommt wie Innnuendos Wurfmesser, ähnlich effektiv wie der geworfene Stein von gestern, an einer Rüstung abprallt. Und auch bei Bolgar könnte es besser laufen, sein Schild scheint sich verhakt zu haben und bereitet ihm ernsthafte Schwierigkeiten.

Salwinja steht nun mitten unter den Rittern und teilt Schläge nach links und rechts aus, die Söldner können einen weiteren Gegner fällen, doch auch einer von ihnen fällt zu Boden – kurz vor seinem Kopf.

Doch die Verteidiger kämpfen unnachgiebig weiter, sie wissen, dass es um Leben und Tod geht und gehen sogar in die Offensive. Ein übler Schlag gegen Innuendo trifft ihn als er beim Ausweichen stolpert. Als er sich rächen will rutschen seine Finger beinahe am blutbeschmierten Griff des Dolches ab, doch das ist Ablenkung genug: Ein weiterer Schlag schneidet durch Winterkleidung, Haut und Knochen wie Butter und der Dieb verliert das Bewusstsein.

Angetrieben von seinem Wunsch zumindest einen zu erlegen hat der Gerüstete aber seine Verteidigung vernachlässigt und Salwinja fällt ihn mit einem gekonnten Angriff. Auch der letzte der Gerüsteten wird von Lugwin und seinen Söldnern nun schnell niedergemacht und fällt ohne einen Schrei zu Boden.

Die Bilanz ist erstaunlich gut, obwohl es viele Wunden unter den Angreifern gibt haben sie nur wenige wirkliche Verluste zu beklagen. Einer der Söldner wird nie wieder aufstehen und Innuendo braucht wahrscheinlich eine Weile um sich zu erholen, aber die Mittäter des Verbrechens in Hinterbruch wurden gerichtet.

Bei den Söldnern werden Unmengen an Waffen gefunden, ein bisschen Geld, aber nicht das blaue Buch. Dafür scheinen alle Söldner ein Symbol zu tragen, eine Kralle, die das Symbol eines Bundes der Korkirche zu sein scheint.

Während Bolgar und die Magierin Innuendo notdürftig verarzten, schickt Salwinja die Helme nach Hinterbruch, um die Erfüllung der Aufgabe zu bestätigen. Das nächste Ziel steht bereits fest, die Festsetzung Anzaks.

Erstellt von Benjamin
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