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26.
Boron

Das Madamal wa' da mal

Die erste Regel einer jeden Abenteurer-Gruppe vollständig ignorierend, sind unsere Helden in zwei Gruppen losgezogen. Die Erste, bestehend aus Salwinja und Kolja, versucht die Spuren der Angreifer zu verfolgen und übernimmt noch einige weitere Späher-Aufgaben. Zum Beispiel „ein Nachtlager finden“ und „aufpassen, dass der Rest sich nicht verläuft.“

Die zweite Gruppe, bestehend aus Bolgar, Rashka, Innuendo und dem neuen und, wie sich später noch zeigen sollte, äußerst wichtigen Geschichtenerzähler Lugwin, reiste hinterher. Ihre Aufgabe war es, die Ausrüstung mit sich zu führen und notfalls als Verstärkung zu agieren. Deshalb wird sie in späteren Erzählungen auch oft die „zwar durchaus wichtige aber doch auch irgendwie ereignislose“-Gruppe genannt.

So oder so wollen wir unsere Aufmerksamkeit jetzt dem armen Pferd zuwenden, dass eine Salwinja in voller Rüstung und einen reitunerfahrenen Kolja tragen muss. Dieses hat sich nämlich eine kurze Pause verdient – unser aufmerksamer Waldläufer hat eine Stelle gefunden an der die verfolgten Spuren in den Wald abzweigen. Ein kaum zu erkennender Weg führt an dieser Stelle in den Forst, den sie natürlich mit einem Lederband markieren um den Nachfolgenden das Auffinden zu erleichtern.

Nachdem sie dem Weg, der von einigen Pferden frequentiert worden zu sein scheint, eine Weile folgen, können sie im Unterholz plötzlich Strukturen ausmachen. Vorsichtig erkundet Kolja das Gebiet, muss aber schnell feststellen, dass die ursprünglichen Bewohner ausgeflogen sind. In der, größtenteils eingestürzten, Ruine findet er nur Wildfleisch, von der Kälte kaum konserviert, ein Lagerfeuer, dass bereits seit einigen Tagen verlassen scheint und Pferdeäpfel.

Als er sich zurück zu seinem Transportmittel begeben will, trifft auch der Rest der Gruppe ein. Prompt wird beschlossen, die Bruchbude als Lagerplatz zu verwenden. Um nachher in aller Ruhe schlafen zu können, untersucht Kolja noch die restliche Umgebung. Er findet tatsächlich einen Weg, der durch viele Fußspuren deutlich sichtbar gemacht wurde. Erstaunlicherweise findet er allerdings keine Latrine als er diesen folgt, sondern einen freien Platz mit verbrannter Erde, erfüllt von dem durchdringenden Geruch nach verbranntem Fleisch. Es scheint so, als hätte er den Lagerplatz eines Drachen gefunden, höchstwahrscheinlich des Drachens, der auch in Festung Pilkamm anwesend war. Eine wirklich echsellente Leistung.

Der Abend wird mit verschiedenen Aktivitäten zugebracht. Bolgar und Lugwin entdecken ihre gegenseitige Faszination für Sprachen und unterhalten sich ein bisschen in fremden Zungen. Salwinja kümmert sich währenddessen um ihre Waffen und ihren Harnisch, die sie davor bei ihren allabendlichen Übungen beansprucht hat. Währenddessen macht Kolja, mit Hilfe von Bolgar, Essen und lässt sich auch von Innuendos Gejammer in seinen Ohren die Suppe nicht versalzen. Als das Essen dann fertig ist, werden selbige Ohren sogar verwöhnt, denn Lugwin zeigt sein Talent als Alleinunterhalter und gibt eine famose Geschichte zum Besten. Nun sowohl geistig als auch körperlich gesättigt gehen alle zu Bett, außer Innuendo, der die erste Wache erhält.

Diese zeigt sich außerordentlich ereignislos, nur einige Wölfe lassen ihr nächtliches Lied ertönen, was unseren skeptischen Wachmann dazu bringt, eine Mauer zu erklimmen.

Nachdem er seine Zeit abgesessen hat, ist Bolgar an der Reihe. Auch seine Wache verläuft ereignislos und so wird Lugwin geweckt. Um diesem etwas Gesellschaft zu verleihen bleibt Bolgar noch eine Weile am Lagerfeuer sitzen und die beiden rauchen gemeinsam Pfeife.

Doch dann wird die gemütliche Stimmung jäh unterbrochen, als sich ein grau befelltes Wesen langsam um die Ecke schiebt. Die Zähne gebleckt lässt der Wolf ein tiefes, bedrohliches Knurren ertönen, dass von mehreren Stellen beantwortet wird.

Geistesgegenwärtig lässt Bolgar einen Schrei los um seine Kameraden zu wecken und begibt sich in die Nähe seines Zeltes um an seine Waffen zu gelangen. Während die Wölfe vorstürmen um ihre, vermeintlich, leichte Beute zu fassen, fliegt ein Wurfspeer an Lugwin vorbei und nagelt einen Wolf an den Boden. Kolja lässt es sich nicht nehmen, einigen Kreaturen des Waldes das Fell über die Ohren zu ziehen.

Unterdessen hat ein Wolf den Mund etwas zu voll genommen, greift er doch Bolgar an, der ihm prompt das selbige mit einem Schild stopft. Während er weiter die Überlegenheit der zwergischen Spezies beweist, erlegt Lugwin einen Wolf und Inuendo verteidigt sich gegen einen weiteren.

Da stürmt Salwinja, die von Rashka geweckt wurde, nur im Untergewand aber mit ungebrochenem Kampfesmut aus ihrem Zelt und fällt dem Rudel in den Rücken. Vorher noch in der Überzahl, beginnt sich das Blatt für die Kreaturen der Nacht zu wenden. Zwar wird Kolja von einem Biss getroffen und auch Lugwin muss eine Wunde hinnehmen, aber einer der Wölfe wird von Rashka mit einem Sanftmut-Zauber außer Gefecht gesetzt. Und während Bolgar und Lugwin einen weiteren erledigen, köpft Salwinja kurzerhand einen Dritten und tränkt sich und die Umgebung mit Blut.

Dem letzten Wolf wird offensichtlich mulmig, versucht er doch wegzurennen. Aber er hat die Rechnung ohne Bolgar, Lugwin und Salwinja gemacht, die sich ihm in den Weg stellen und nicht viel von ihm übriglassen.

Froh auch dieses Intermezzo überstanden zu haben begibt sich die Gruppe wieder zu Bett, nur Kolja räumt noch die diversen Kadaver zur Seite.

Erstellt von Benjamin
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Kommentare

Ich finde es außerordentlich schade, dass Salwinja keine 60 ist. Ich hätte so gerne irgendwo "die rüstige Gerüstete" geschrieben.

Geschrieben von Benjamin am 20.07.2019 um 09:58