1039
22.
Boron

Die Moose und der Tross

Liebe Leser,

das letzte Mal haben wir uns Helden abends in Pilkamm verlassen, wo diese nach Ihrem harten Kampf eine Nacht Ruhe wahrlich verdient hatten. Bevor wir allerdings zu Ihnen zurückkehren müssen wir noch einen kurzen Blick auf eine neue Person in unserer Geschichte werfen: Lugwin.
Unser neuer Helden betritt die Bühne Aventuriens am Abend des 21. Borons als seine Füße die Stadtgrenze von Hinterbruch überschreiten und ihn sicheren Schritts zum “Widderhorn” tragen. Eine wohlige Wärme und Duft von gutem Essen schlagen Ihm entgegen als er die Türe öffnet und als sein Blick durch den Raum schweift, erblicken seine Augen eine bekannte Gestalt: Rekjad Stellmacher, einen der größten Barden Festums. Schnell schließt unser Neuankömmling die Türe hinter sich und die Vorfreude über den bevorstehenden Abend können wir deutlich auf seinem Gesicht ablesen. Wie jeder Künstler ist Rekjad Stellmacher, natürlich hocherfreut einen Verehrer zu treffen und so beginnt der Abend für Lugwin mit einer Einladung zu Speis' und Trank' und mit dem neusten Stückes des Künstlers “Die Ballade von Brutsch und Jäni”. Die Liebesgeschichte zweier Goblins ruft die ein oder andere Tränen bei den Damen hervor und vielleicht auch bei einigen der Herrn, diese werden aber schnell verwischt. Nur ein betrunkener, junger Magier, der euch lieben Lesern auch als Olko bekannt ist, schimpft “Goblins und Menschen werden nie zusammenleben können”. Dies sollte die Stimmung des Abends aber nicht trüben, vor allem da nach der Abreise Stellmachers unser Märchenerzähler meisterhaft von den Legenden und Mythen der Theaterritter zu berichten weiß.

Nun springen wir aber zu unseren Helden, die sich mit sehr viel realen Dingen der Theaterritter rumärgern müssen und am Morgen des 22. Boron 1039 BF immer noch etwas müde, sich auf dem Weg durch die Moose zurück nach Hinterbruch machen. Von der einstigen Pracht des Dammweges sind nur noch einige halbverfallene Teilstückes und ein paar moosbedeckte Pflastersteine zu sehen sind und die meiste Zeit muss Kolja die Gruppe über verschlungene Pfade durchs Moor führen. Kurz nach Mittag erblicken unsere Helden einen kleine Anhöhe mit einem Baum, der drei Gestalten Schutz vor einem Dutzend Sumpf ranzen bietet, die wild keifend den Baum umtanzen. Nach einem Blick durch Bolgas Fernrohr wird schnell klar, dass es sich hier um drei Goblins handelt, vermutlich die Rucksackbesitzer aus Pilkamm. Schnell fassen Bolga und Kolja und den Plan, dass Leittier auszuschalten und somit das Rudel zu vertreiben, während Salwinja lieber “Tiere gegen Tiere” kämpfen lassen will, so wie es sich von Natur aus gehört; erklärt sich dann aber auch bereit mitzumachen. Kurzum, nachdem das Leittier gespickt mit 2 Pfeilen und einem Bolzen zu Boden gegangen ist und ein zweites Tier noch einen Pfeil abbekommt hat, ergreifen die Ranzen auch planmäßig, die Flucht.
Etwas zögerlich steigen die Goblins vom Baum und probieren unsere Helden davon zu überzeugen, dass sie sich “hier nur umsehen wollten”. Aber, wie Goblins so sind, ist dieses nicht sehr überzeugend und so spricht Salwinja diese auf den Rucksack, die natürlich darauf anspringen da einer wohl einen schönen Gürtel in diesem hat. Und so kommt dann auch die ganze Geschichte ans Licht. Die Goblins stammen aus dem Gerberviertel aus Festum und sind von Manka Riiba beauftragt worden “den Mann ohne Rüstung (Alazar)” auf die Stelle aufmerksam zu machen, wo die Bodenplatten kaputt sind und es in die Katakomben von Pilkamm ging. Das ganz natürlich unerkannt, deswegen hatten sie auch “wilde” Goblinlöstume dabei. Mehr ist allerdings aus ihnen nicht herauszubekommen und so bleibt das warum, wieso, weshalb vorerst im Dunkeln. Auch Alazar kann sich keinen Reim darauf machen und so bitten Bolga, Kolja und Innuendo die drei noch der Manka Riiba schöne Grüsse auszurichten, wenn diese zurück in Festum sind und die Reise nach Hinterbruch geht weiter. Die drei Goblins allerdings machen sich schwer beeindruckt von unseren Helden auf den Weg zurück nach Pilkamm und dem verlorenen Rucksack.

Derweil, ist unser Neuankömmling nicht tatenlos gewesen, viel mehr beschlisst er am gleichen Morgen (22. Boron) auf den Spuren unserer Helden zu wandeln, auch wenn Ihm wohl im Moment noch nicht klar ist, dass dies sein Leben in ganze anderen Bahnen lenken wird, alles er es geplant hatte. Inspiriert von seinen Erzählung des letzten Abends und im Wissen, dass sich dort der Graf und unsere Helden aufhalten sollen, macht sich Lugwin auf Richtung Pilkamm. Über Moosgrund und mit Hilfe des Fischer Jargo erreicht Lugwin dann gegen Abend auch sein Ziel und stößt nur noch auf die uns bekannten Spuren des Ereignis des letzten Abends. Viel Erkunden kann er allerdings nicht, da Jargo eher von einfachem Gemüt ist und verlässt das Boot Pilkamm schnell wieder Richtung Moosgrund. Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Norbarden mit allen ihren 6 Wagen Hinterbruch verlassen.

+++22. Boron 1039 BF – Große Moose, alter Dammweg zwischen Pilkamm und Hinterbruch, Abend+++
Das Lager wird erhöht an einem gut erhaltem Teilstück des Dammweges aufgeschlagen. Ein guter Rastplatz, seltsam sind nur die beiden parallel Vertiefungen auf dem intakten Teil des Dammweges. Eindeutig Karrenspuren und bei genauerem hinsehen auch Pferde und Menschenspuren, nicht sehr alt. Wie kann das sein? Geister, Wiedergänger oder gar der Tross des Adelsmarschalls Gerbald. Innuendo merkt zu diesen Überlegungen an, dass jeder sich alles von dem Tross nehmen darf, aber sich dann nach 7 Jahren dem Tross anschließen muss, was aber nicht für Frauen gilt. Die Wachen werden wir folgt eingeteilt: 1. Innuendo 2. Bolga 3. Salwinja 4. Kolja.
Gegen Mitternacht wollen Stimme Innuendo in Moor locken, dieser weckt Bolga und will gefesselt werden, damit er den Rufen nicht folgt. Bolga tritt ihm darauf hin gegen das Schienbein. Und plötzlich ertönt eine Stimme: “Was seit ihr für possierliche Gestalten, die hier auf dem Weg stehen”. Ein grünlich-bläulicher schimmerender Tross steht auf dem Weg: GEISTER! 3 Wagen mit “Pferden”, “Menschen” daneben, 4 sind klar zu erkennen, der Rest eher Schatten als “Mensch” und auf dem ersten Wagen der Marschall. Innuendo und Bolga entschuldigen sich schnell, dass hier im Weg waren und erklären, dass sie Pilklamm waren. Hier wird klar, dass dem Marschall bewusst ist, dass sein Tross seit hunderten von Jahren als Geister durch die Moose zieht. Mehr möchte Gerbald allerdings nicht mit den beiden reden und verlangt nach jemandem von Stand. Schnell wird Salwinja mit einem liebvolle Tritt sanft geweckt und richtet sich in aller schnell her (und auch der Rest wird wach). Und so stehen alle versammelt vor bald vor Gerbald.
Salwinja bieten natürlich dem Ranghöheren Gerbald Ihre Dienste an und dieser bittet daraufhin sie (also uns) “Findet meinen Schädel und bestattet Ihn würdig”. Schöner Weise weiss der Marschall auch, wo in welchem der unzähligen Tümpel der Schädel liegen muss. Nach nicht all zu langer Zeit, ist ein Tümpel mit einem Durchmesser von ca. 35 m erreicht in dessen Mitte ein Karren steckt. “Irgendwo da bin ich versunken”. Da Salwinja ja unsere Dienste angeboten hat, über die Herren es erstmal ihr einen Geisterschädel aus einem eiskalten Teich zu fischen. Es werden alle Seile zusammengebunden, Salwinja um den Bauch gebunden und die Suche beginnt. Auf ihren drei Tauchgängen findet sie ein Theateritteramulett, einen mit Edelsteinen besetzten Kelch (der später Innuendo für die Gruppenkasse übergeben wird!) und einen Oberschenkelknochen. Mehr blau als rosa steigt Salwinja aus dem Wasser und Kolja taucht an der Stelle, wo sie den Knochen gefundet hat. Und tatsächlich sein zweiter Tauchgang endet mit dem Fund des Schädels.
Auf dem Rückweg und am Feuer wird noch kurz diskutiert: Wo den Schädel bestatten? So wird beschlossen erst einmal am nächsten Morgen nach Hinterbruch zu reisen und dann zu sehen, wo man den Schädel bestattet.

NACHTRAG: 21. Boron 1039. Anshag spricht mit der Mumme der Norbarden und verlässt spät am Abend Hinterbruch Richtung Jekdisit.

Erstellt von Jonas
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