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18.
Boron

Bruchklingers Landsitz und der Goldschmied Siepensen

„Wir hätten die Keule einfach Keule sein lassen sollen“
Jenseits des Schwertes – Kolja Elkinnen, Festum, Firun 1047 BF
Das standen wir nun, Rashka, Bolgar, Innuendo und ich. Die Kiste mit dem Nachlass von Joswin Arberdan enthielt Großteils belangloses Zeug, allerdings auch einen seltsamen Goblintalisman und die Rechnung des Goldschmiedes Frinjan Siepensen über die Anfertigung einer goldenen Knochenkeule für 310 Dukaten ausgestellt auf Arberdan. War doch nicht Bruchklinger die treibende Kraft? Wir hofften, dass entweder ein Besuch beim Goldschmied morgen Klarheit schaffen würde oder der Besuchs des Herrenhauses heute Nacht den Innuendo und ich durchführen wollten.
Noch heute verfluche ich Innuendo dafür, dass er mich überredet hat mit Ihm mitzukommen. Sonst hätte ich vermutlich nie Gefallen an diesen Phex-gefälligen Taten gefunden und was hätte mir das an Ärger erspart. Aber ich will nichts vorweggreifen. Der Ausflug in dieser Nacht war jedenfalls nicht von Erfolg gekrönt, den wir fanden nichts, was uns weitergeholfen hätte. Vermutlich sind auch deswegen die Details in meiner Erinnerung doch sehr verschwommen nach all diesen Jahren. An das einzige was ich mich noch genau erinnere ist mein „Geistblitz“ 2 Truhen Gewürze zu klauen, damit das ganze wie ein normaler Einbruch aussieht. Wahrscheinlich lacht sich heute noch Phex darüber ins Fäustchen…
Nachdem wir Rashka und Bolgar beim Wasserhaltebecken wiedergetroffen hatten und unsere „Tarnbeute“ versteckt hatten macht wir uns auf den Weg zurück nach Neersand. Um nicht nachts in die Stadt zurückzukommen übernachteten wir in der Magierakademie. Wovon Wippflügler natürlich sehr begeistert war, der uns mittlerweile wohl für vollkommen unfähig hält. Jedenfalls war die Nacht so nicht all zu kalt und so kehrt wir halbwegs ausgeruht morgens nach Neersand zurück.
Beim Frühstück entschlossen wir uns erst Nachmittags zu Siepensen zu gehen. Heute ist immerhin Praiostag und vielleicht geht er ja morgens in Tempel. Bolga und ich beschlossen dem Gottesdienst im Efferdtempel beizuwohnen. Etwas was wir beide noch nicht erlebt hatten und in der Tat ein etwas anderer Gottesdienst als der des Firuns oder der Peraine, man hat mehr das Gefühl in einer bombastischen Naturgewalt zu sitzen als in einem Gottesdienst. Zum Mittagsessen trafen wir uns wieder im Hotel Residenz. Was Rashka und Innuendo solange getrieben hatten weiss ich nicht.
Das Schild des Goldschmiedes an seinem Haus am Marktplatz hatte schon bessere Tage gesehen, genauso wie das 80jährige Männlein mit seinem ausgemergeltem Gesicht und Tränensäcken bis zu den Mundwinkeln, dass uns die Türe öffnete. Besonders angenehm war dieser Kerl nicht und sein Haus war die reinste Müllhalde, aber zum Glück war er empfänglich für 2 Dukaten. Und so erzählt er uns, dass er in der Tat die Keule für Arberdan angefertigt hat. Dieser kam ja aus Festum und meinte, dass die Keule den Goblins zustehen würde und ob Siepensen nicht die Keule während der Restauration austauschen könnte. Was dieser aber ablehnt, da der Kurator ja immer da bei war. Auch meinte er, dass man die Replik nicht erkennen könnte. Dies war wohl eine Lüge , aber weder Rashka noch Bolgar kamen auf die Idee diese während unseres Gespräches anzusprechen, weswegen wir hier immer noch im Unklaren sind. Abgesehen davon, dass die Keule wohl vor Macht pulsiert. Die Frage ist nun warum hat Arberdan 7 Jahren nach der Anfertigung (1013 BF) die Keule erst ausgetaucht oder doch schon vorher. Schlauer sind wieder nicht wirklich, aber immerhin einen kleinen Schritt weiter.
Da wir bis jetzt kein Stück weiter waren, beschlossen wir das Rashka und Bolgar nochmal mit Bruchklinger reden und Ihn direkt auf die Keule ansprechen. Die beiden erfuhren, nachdem Bolgar alle Karten auf den Tisch gelegt hatte jedenfalls folgendes: Aberdan kam aus Festum und sich damals auch ein paar positiv über Goblins geäußert. Falls er die Keule ausgetauscht hat, wäre das Hochverrat und würde den Namen Arberdan auf ewig in den Dreck ziehen. Deswegen sollen wir solche Anschuldigen nicht publik machen. Hier hat die Keule nur lokal patriotisch Bedeutung und eigentlich ist es egal, ob dort eine Replik liegt, so lange nichts herauskommt und wenn wir die Sache ruhen lassen ist doch eh alles in bester Ordnung. Weder zu der Verbindung der Keule zum Erwachen des Landes und noch zum Mord kann er mehr sagen, genauso wenig, wie zu der Nacht der Evakuation. Für letztere hat er einen Eid geschworen über die Ereignisse zu schweigen. Somit stellt sich die Frage, wo ist die Keule?
Mal wieder nicht viel schlauer als vorher, streiten sich nachdem dem Bericht Bolgar und Innuendo über die Befragung von Bruchhagen und warum die beiden nicht mehr herausgefunden haben… Was natürlich auch nichts bringt. Da wir keine weiteren wirklich Anhaltspunkte haben beschließen wir zu Morra Tiefscharr zu gehen und sie nachdem Goblinamulett von Arberdan zu befragen.
In der Magierakademie angekommen ist Wippfi überrascht, dass wir nicht zu Ihm wollen und er begleitet uns zu Morra. Der Talisman wurde von einer starken Schamanin gemacht und beinhaltet einen starken Schutzzauber vor Dämonen (Wippflügler analysierte es). Anscheinend hat Aderban mal einen Goblin in Festum gerettet und stand ab da wohl in der Gunst der Schaminin (vermutlich Mantka Riiba). Wobei das Amulett wohl eher ein Vertraunensvorschuss war als eine Belohung. Etwas unvermittelt erwähnt Bolgar die Replik und Morra sieht aus als hätte sie Borbarad persönlich gesehen und Morra weisst nicht ob die Goblins die Keule haben, welche für diese wohl ungefähr die Bedeutung hat, wie Rohals Stab für uns. Und sie behauptet, wenn die Goblins diese Keule hätten dann wüssten sie es. Und so bleibt die immer wiederkehrende Frage, wo ist die Keule. Nur diesmal haben wir keine Anhaltspunkte mehr...
Erstellt von Jonas
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