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9.
Boron

Rendezvous mit einer Leiche

Viel zu früh für unsere feierlustigen Gemüter werden wir am nächsten Morgen erneut von einem Tumult geweckt.

Eine völlig aufgewühlte Frau stürmt in den Schankraum und erzählt eine grauenerregende Geschichte. Demnach wäre eine Gestalt in einer schwarzen Rüstung in ihr Haus eingedrungen und hätte ihre Schwester mitten in der Nacht brutal hingerichtet.

Natürlich machen wir uns sofort auf den Weg, wobei Bolgar und Boromeo bereits vorauseilen um die Lage zu erfassen. An der Stelle des Unheils angekommen fallen uns tatsächliche einige Dinge auf. Zum Beispiel wurde das Opfer nach der Tat einfach aus dem Fenster geschmissen. Nun es ist nur ein Stock aber gute Manieren hat der Unbekannte trotzdem nicht.

Außerdem finden wir eine Blutspur die sich ein Stück vom Haus entfernt und in eine Art Weg übergeht. Dieser sieht so aus als hätte sich etwas Massives, auf sein Zeil konzentriertes Etwas einfach durch den Schnee bewegt. Da nun unser professionelles Interesse geweckt ist machen wir uns schnurstracks auf den Weg und folgen ihr, schnurgerade immer weiter gen Nordnordwest.

Obwohl Rashka voraus fliegt und versucht die Spur im Blick zu halten verdirbt uns der konstante Schneefall gründlich den Tag. Deshalb kehren wir um und nehmen uns nun die Zeit, uns bei der lokalen Bevölkerung nach Sagen, Legenden und dergleichen mehr zu erkundigen. Aber da nicht einmal alle lesen und schreiben können, geschweige denn zur Schule gegangen sind, endet unsere Unterhaltung fruchtlos und wir beschließen, mit dem ortsansässigen Priester zu seiner Kirche zu reisen.

 

Einige Dörfer weiter sind wir in Gregorsdorf an unserem Ziel angelangt, dass sich als verstaubter und leicht schimmliger Keller unter einem Praiosschrein entpuppt.

Hierbei ist Avesandra eine große Hilfe, bittet sie doch ihren Gott um einen nützlichen Fingerzeig womit sie uns prompt eine lange Suche erspart. In dem aufgespürten Buch steht ein Bericht nachdem ein gewisser Gregor, ein ziemlich aktives Mitglied der Gesellschaft vor einigen hundert Jahren, in Lobentanz einen Korjünger hinrichten ließ. Wahrscheinlich hatte der ihm gesagt dass er den Namen des Dorfes doof fände.

Während Bolgar in den nächsten Stunden überglücklich eine Karte erstellt, überlegen wir ob der schwarze Ritter der wiederauferstandene Hingerichtete sei, der sich nun an den Nachfahren Gregors räche. Aber unsere Gedanken führen zu nichts und auch die Position von Lobentanz bleibt uns verborgen.

 

Am nächsten Morgen schließlich werden wir erneut früh geweckt, es beginnt sich so langsam ein Trend abzuzeichnen. Ein Bote erscheint und teilt uns mit dass im Nachbardorf ein weiterer Toter aufgefunden worden sei. Selbstverständlich machen wir uns sofort auf den Weg, schicken aber Rashka voraus um „den Tatort zu sichern“, wie wir Festumer immer sagen.

Kurze zeit darauf erreiche wir das Dorf und untersuchen auch dieses Verbrechen. Es wurde versucht den Kopf des Opfers mit etwas schwerem, hammerartigen an einem baum zu befestigen, aber der höchstwahrscheinlich unerfahrene Handwerker hatte nicht nur den Nagel vergessen, sondern auch seine Kraft unter-, bzw. die Festigkeit des eben erwähnten Kopfes überschätzt.

Als wir uns gerade an die Verfolgung der Spuren machen wollen erfahren wir, dass die Dörfler eine verdächtige Person festgesetzt haben. Wir folgen ihnen um sie genau unter die Lupe zu nehmen aber sie stellt sich nur als Rashka heraus, die wohl durch ihre Unachtsamkeit das Misstrauen der Dorfbewohner erregt hatte. Wir erlauben uns einen Spaß und fesseln sie, bevor wir versprechen uns um sie zu kümmern. Selbstverständlich sind wir so überzeugend dass die Doofbewohner uns einfach ziehen lassen.

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