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1.
Travia

Die Verfolgung - Tag 5, weiter zu Fuß

Die fälligen Einkäufe erledigten wir am Morgen. Da ich nicht vorhatte, wie die anderen durch den Tiefschnee zu stapfen, brauchte ich nur extra warme Socken und Handschuhe. Außerdem erstand die Gruppe warme Kleidung, Proviant, Schneeschuhe, Seile, heilende Salben, eine Feuerschale mit Kohlen, Felsnägel und einen Hammer, Kletterhaken und eine Kupferschüssel zum Schmelzen von Schnee. Wir statteten uns mit Zelten und Schlafsäcken aus, beluden die Tiere und ließen Maja mit der Kaleschka im Dorf zurück. In zwei Tagen würden wir die Rote Sichel erreicht haben.

Alles war weiß. In der Ferne waren die Berge zu sehen, und ab und zu kamen wir an einer verfallenen Hütte vorbei. Ich flog neben den anderen her und nahm Innuendos Rucksack mit auf meinen Wanderstab, denn für mich war der Weg nicht allzu anstrengend. Ob das eine angemessene Entschuldigung für die letzten beiden Abende war?

Bei Einbruch der Dunkelheit hatten wir mehr als die Hälfte der Strecke bis zum Bergrand zurückgelegt und erreichten ein Wäldchen. Ich teilte mir ein Zelt mit Avessandra; die drei Männer bekamen das andere.

Laut dem Ritual der Zibilia waren wir noch zwei bis drei Tagesreisen von den Goblins und ihrem Honigtopf entfernt. Der Abstand hatte sich verringert.

Erstellt von Sue
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